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Auslandssemester in London

Bei Auslandsstudierenden gilt London als Austragungsort qualitativ hochwertiger Studiengänge. Doch mindestens genauso bekannt ist die Metropole als eines der teuersten Pflaster Europas, wenn es um Miete und Lebenshaltungskosten geht. Wer zwar von der Reputation der Hochschulen profitieren möchte, aber die finanziellen Aufwendungen dafür begrenzen möchte, bewirbt sich um ein Auslandssemester („Open Semester Program“) in London.

Wer die anspruchsvollen Zulassungshürden überwindet, der kann spätestens in der beruflichen Bewerbungsphase mit viel Anerkennung rechnen. Doch das Prestige kostet: 9000 Pfund Studiengebühren kommen laut einem Beschluss der britischen Regierung auf den Akademiker-Nachwuchs jährlich zu. Das vermeldete die „Wirtschaftswoche“ in ihrer Online-Ausgabe am 10. (gelesen: 11.) August 2011.

Damit aber das ehrgeizige Vorhaben „Studieren in London“ nicht aus Geldmangel abrupt endet, gibt es zahlreiche Finanzierungs- und Fördermodelle. So bietet der britische Staat Studienkredite an, die Absolventen erst dann zurückzahlen müssen, wenn sie über ein bestimmtes Gehalt verfügen (ähnlich dem deutschen BAföG). Dabei zahlen EU-Bürger in der Regel den gleichen Satz wie Einheimische. Einen umfangreichen Überblick über Stipendien für Auslandsstudiengänge liefert außerdem die Online-Datenbank des Deutschen Akademischen Austausch-Dienstes (DAAD). Doch der Kreis der Stipendiaten ist nicht selten begrenzt. Auch für Bildungskredite privater Organisationen in Deutschland kommt nicht jeder Studierende in Frage.

Dann schon lieber Auslands-BAföG: Wer im Ausland studieren möchte, kann Leistungen nach dem Bundes-Ausbildungsförderungs-Gesetz (BAföG) beantragen. Und zwar grundsätzlich auch dann, wenn er im Inland bisher nicht bezugsberechtigt war. Angesichts einer Förderungshöchstdauer von einem Jahr erweisen diese Fördermittel sich zudem häufig als ideale Möglichkeit, um das Auslandssemester in London ganz oder teilweise zu finanzieren.

Beim Auslandssemester (auch: „Study Abroad Program“) handelt es sich um einen zeitlich begrenzten Studienaufenthalt außerhalb der Heimatuniversität. Dabei nehmen Sie zwischen einem halben und einem ganzen Jahr am regulären Studium in London teil. Doch im Gegensatz zu Ihren in Vollzeit studierenden Kommilitonen besuchen Sie alle gewünschten Seminare und Vorlesungen, unabhängig von Zulassungsbeschränkungen oder Fakultätsgrenzen (daher nennt man Sie auch „Open Semester Programs“). Besuchen Sie Veranstaltungen Ihrer Studienrichtung oder bilden Sie sich interdisziplinär weiter. Sie können auch zum Beispiel an Klausuren teilnehmen, Credit-Points sammeln und so ggf. verpasste Scheine erwerben. Die Leistungen Ihres Auslandsemesters in London werden anschließend in einem Dokument –dem „Diploma“ oder „Certificate“ – vermerkt. Ob und inwiefern diese Scheine auf ihr Heimat-Studium angerechnet werden können, sollten Sie im Vorfeld mit dem zuständigen Prüfungsamt beziehungsweise Ihren Professoren abklären.

Alles, was Sie sonst noch zum Thema „Auslandssemester in London“ wissen sollten, haben wir auf den folgenden Seiten zusammengestellt.

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