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Freiwilligenarbeit in Honduras

Honduras ist ein wunderschönes Land, das sowohl an den Pazifik als auch an die Karibik grenzt. Das Land zwischen den Küsten wird vom Regenwald dominiert. Es ist reich an Kultur, welche einerseits von Maya-Kultstädten, andererseits vom Kolonialstil und der Punta-Musik geprägt ist. Obwohl das mittelamerikanische Land reich an Naturschätzen ist, gehört es zu den ärmsten Ländern der Erde. Freiwillige Helfer werden in erster Linie für viele soziale Projekte gebraucht.

Honduras – Karibikfeeling mit Regenwald, Korallenriff & Co.

Das tropische Klima ist nur in den höheren Regionen gemäßigt, an der karibischen Küste ist es schwülwarm, an der pazifischen dagegen trocken heiß. Die Bevölkerung besteht zu über 90 % aus Mestizen („“Mischlingen““), also aus Nachfahren der europäischen Einwanderer und der Urbewohner des Landes. Nur im Landesinneren gibt es noch Nachfahren der Indios und am Pazifik sind die Garifuna angesiedelt, die indianischer und afrikanischer Herkunft sind. Die meisten Menschen leben im Nordwesten, das Gebiet um Tegucigalpa ist dicht besiedelt. Auch im pazifischen Süden leben viele Menschen. Ein großes Problem ist die Landflucht. Durch sie wachsen die Elendsviertel in den Städten. Das Land wird nicht mehr bewirtschaftet, es fehlt den Menschen in den Städten an Perspektiven, viele haben als einziges Einkommen das Geld, das Ihnen Verwandte aus dem Ausland schicken. Die Hoffnung vieler Familien ist, dass ein Nachkomme es zum Fußballstar schafft.

Der größte Reichtum von Honduras ist der unberührte Regenwald und das große Korallenriff vor der karibischen Küste. Es steht zu befürchten, dass diese natürlichen Ressourcen gnadenlos ausgebeutet und vernichtet werden, wenn dem Land keine anderen Alternativen aufgezeigt werden. Das empfindliche Riffsystem ist ohnehin schon durch Abwässer aus den Städten bedroht.

Helfe als Freiwilliger der Bevölkerung aus dem Teufelskreis aus Armut und Perspektivlosigkeit

Die Armut zwingt die Menschen, ihre gesamte Energie ins Überleben zu stecken. Das führt dazu, dass Bildung und Gesundheit vernachlässigt werden. Die Analphabetenrate ist hoch, obwohl es eine Schulpflicht für Kinder zwischen dem siebten und zwölften Lebensjahr gibt. Immerhin schließen heute 80% der Kinder die Grundschule ab. Die schlechten hygienischen Verhältnisse und auch die geringe Aufklärungsrate der Menschen sorgen für die Ausbreitung von Krankheiten. Auch die Rate der an HIV Erkrankten ist hoch. Neben der Vermittlung von Wissen muss den Menschen eine Perspektive für das Leben aufgezeigt werden.

Das umfangreiche Bildungsprogramm der Regierung könnte ohne Helfer aus dem Ausland nicht umgesetzt werden. Es fehlt an Lehrern und Erziehern. Daher wird deine Hilfe benötigt, um die Kinder aus den Elendsvierteln zu betreuen. Der Besuch einer Schule allein kann deren Probleme nicht lösen, sie brauchen auch eine soziale und psychologische Betreuung. Angehende Mediziner werden gesucht, um die Hygiene- und Gesundheitsprogramme zu unterstützen. Fast alle Projekte der freiwilligen Arbeit betreffen den sozialen Bereich. Angebote aus dem Bereich Kultur sind eher selten, aber vereinzelt gibt es auch Programme, die sich mit Ausgrabungen von Ruinen der Mayas befassen. Ein großer Bedarf an Hilfskräften besteht auch im Bereich der Umwelttechnik. In diesem Bereich soll eine sanfte Nutzung der natürlichen Ressourcen erreicht werden, aber zurzeit gibt es in dem Bereich nur wenige Angebote. Vorrangig geht es darum, Kindern in den Ballungsgebieten zu helfen. Als Helfer lebst du in der Regel direkt in den Einrichtungen für die Kinder.

Agenturen zur Vermittlung von Freiwilligenarbeit von A bis Z

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