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Au Pair in Europa

Europa hat als Arbeitsort viel zu bieten: turbulente Metropolen, wie in Großbritannien oder Frankreich, mediterranen Charme wie in Spanien oder beeindruckende Natur wie in Irland oder den skandinavischen Ländern. Gemeinsame Richtlinien vereinfachen die Einreise. Die gesetzlichen Regelungen in den europäischen Staaten schützen bei einem Au-pair-Aufenthalt vor bösen Überraschungen. Der Kontinent Europa bietet dir die Vielfalt, die du dir wünschst. Gerade als Au-pair wirst du viele Gelegenheiten haben, Einblicke in die Gesellschaft und die Kultur des Gastlandes zu gewinnen und in deiner Freizeit auch andere Länder des Kontinents zu entdecken.

Gründe, Au Pair in Europa zu werden

In vielen Berufen spielen heute Auslandserfahrungen eine große Rolle. Vielleicht lernst du bei deinem Au Pair-Einsatz das Land kennen, in dem du später auch beruflich tätig bist? Die Verbesserung der Sprachkenntnisse gehört zu den bedeutendsten Bereicherungen. Du kannst dir die Sprache des Gastlandes aneignen, auch in Sprachkursen oder in Ländern wie Luxemburg mehrere Sprachen gleichzeitig lernen.

Erkenntnisse aus dem familiären Leben verhelfen zu einer neuen Sicht auf das eigene Land und wecken das Verständnis für verschiedene Lebensmodelle.

Als Au-pair in Europa genießt du den Vorteil, dir mit relativ geringen Kosten einen neuen Sprach- und Kulturkreis zu erschließen. Die Auswahl der Länder ist überaus groß und reicht von den Industrienationen Großbritannien und Frankreich, über Spanien, Italien, Belgien, der Schweiz, bis zu den skandinavischen Ländern, Irland, Norwegen und den Niederlanden. Die Verkehrsanbindung erlaubt an vielen Orten kurze Abstecher in die Umgebung, auch in angrenzende Länder.

Das bedeutet ein Au Pair-Aufenthalt in Europa

In erster Linie wird ein Au Pair für die Betreuung der Kinder und der damit verbundenen Aufgaben engagiert. Je nach Alter der Kinder hilfst du beim An- und Ausziehen und beim Fertigmachen für die Schule oder für die Betreuungseinrichtung wie den Kindergarten. Ebenso ist das Au Pair für die Zubereitung des Essens verantwortlich, unterstützt die Kinder bei den Hausaufgaben, liest vor und bringt die Kinder zu den jeweiligen Freizeitaktivitäten oder zur Schule. Kleinere Einkäufe, Kinderwäsche und das Aufräumen des Kinderzimmers können Bestandteil der Pflichten eines Au Pairs sein, solange die Aufgaben im Haushalt die Ausnahme bilden.

In Europa gibt es verschiedene Au Pair-Programme. Als Sommer-Au Pair wirst du in der Regel nur zwei bis drei Monate eingesetzt, während die meisten anderen Verträge über einen Zeitraum von sechs bis 12 Monaten laufen. Wenn du einen Au Pair-Plus-Vertrag abschließt, arbeitest du wöchentlich länger: anstatt der üblichen 30 Stunden pro Woche bis zu 40 Stunden. Dafür erhältst du aber ein höheres Taschengeld und mehr Urlaubstage pro Jahr. Bei einem Demi-Pair-Programm, bei dem zusätzlich der Besuch eines Sprachkurses vereinbart ist, wird die Zahl der Arbeitsstunden entsprechend angepasst. Sie liegt dann unter 30 Wochenstunden. Solche Programme gibt es z. B. in Italien, aber nicht in allen europäischen Staaten.

Voraussetzungen für einen Au Pair-Aufenthalt in Europa

Es bedarf einiger Voraussetzungen, um als Au Pair ins Ausland zu gehen. Selbstverständlich wird von dir erwartet, dass du verantwortungsvoll und kinderlieb bist. Ein polizeiliches Führungszeugnis muss der Bewerbung für diesen Job beiliegen. Dein Alter sollte zwischen 18 und 27 Jahren sein, in einigen Ländern, Großbritannien, Frankreich, Italien und Norwegen, bist du auch als dreißigjähriges Au Pair noch willkommen. Gute Englischkenntnisse werden erwartet; Französisch in Frankreich und in der französischsprachigen Schweiz. Vorteilhaft ist darüber hinaus der Wille, sich Grundkenntnisse der Landessprache anzueignen. In Europa genügt für die Einreise der Personalausweis oder der Reisepass, wenn dieser auch nach der Rückkehr noch weitere drei Monate gültig ist. Wenn du bei bester Gesundheit, kinderlos und ledig bist, sind die Bedingungen perfekt.

Besonderheiten für Europa

Die Hin- und Rückreise muss von dir organisiert und bezahlt werden. Die Teilnahmegebühren eines Sprachkurses musst du ebenfalls selbst entrichten. Für die Krankenversicherung und eine zusätzliche Haftpflichtversicherung sind die Regelungen des Ziellandes zu berücksichtigen. Die Krankenversicherung ist in allen EU-Ländern gültig. Für Großbritannien muss eine Krankenversicherung abgeschlossen werden, die für dieses Land ausgelegt ist. In Frankreich benötigst du eine Arbeitserlaubnis, wen du langer als drei Monate im Land bist. Mit dieser Bescheinigung bist du dann auch automatisch bei der Krankenversicherung erfasst. Sobald du die Tätigkeit aufnimmst, musst du dich außerdem bei der Sozialversicherung melden. Auch in Norwegen, in Italien und Spanien ist die Registrierung beim staatlichen Gesundheitsdienst vorgesehen. Eine Arbeitsbescheinigung wird in Norwegen benötigt. In einigen Ländern, wie Norwegen und Irland, musst du dich bei Ankunft bei einer örtlichen Behörde anmelden. Wenn du dich nach einem Jahr für eine Verlängerung des Aufenthalts entscheidest, ist das in den meisten Staaten bis zu zwei Jahren möglich, außer in Dänemark (maximal 18 Monate) und Schweden (12 Monate).

Der Urlaubsanspruch beträgt fast überall eine Woche pro sechs Monate Arbeitszeit. Ausnahmen bilden Norwegen und Dänemark. Hier wird mehr Urlaub gewährt. Als Taschengeld stehen dir pro Monat etwa 300€ zur Verfügung. Es lohnt in jedem Fall, sich die landesspezifischen Informationen zu den Einreisebestimmungen, zur Krankenversicherung zum Urlaubsanspruch, zur Wochenarbeitszeit und zum monatlichen Taschengeld einzuholen.

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