Work and Travel in Kanada

Kanada ist schon alleine wegen seiner riesigen Fläche und der unberührten Natur einen Besuch wert, aber mit Work and Travel bietet sich sogar die Möglichkeit, länger zu bleiben und dabei parallelseinen Lebensunterhalt zu verdienen: Bei dieser Art des Aufenthalts wechseln sich die Perioden, in denen man durch das Land reisen kann, mit kurzen Arbeitsperioden ab, wobei man die jeweilige Dauer selber festlegt.

Visum

In Kanada muss man als Work and Travel-Reisender ein „Youth Mobility Program – Work and Travel“-Visum vorweisen können, für das sich jeder zwischen 18 und 35 Jahren bewerben kann. Diese Arbeitserlaubnis gilt für bis zu zwölf Monate in allen Berufen mit Ausnahme von Kinderbetreuung, Grundschul- und weiterführender Schullehre sowie im Gesundheitswesen. Dafür ist es aber nicht von Belang, wie lange man für denselben Arbeitgeber tätig ist, anders als beispielsweise in den USA oder Australien. Allerdings ist das Kontingent dieser Visa begrenzt, und die Anträge werden in der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet, wobei die Bewerbungsfrist jeweils Anfang Dezember für das folgende Jahr beginnt.

Arbeiten

Abgesehen von der Lebensqualität, die in Kanada besonders gut sein soll, ist auch der kanadische Arbeitsmarkt in recht guter Verfassung. Außerdem werden die Rucksacktouristen und andere Reisende immer mehr, so dass in der Regel an jeder Ecke ein guter, zeitlich befristeter Job zu finden ist. Wichtig ist nur, dass man die englische Sprache gut beherrscht, sehr belastbar ist und sich schnell den Gegebenheiten anpassen kann. Vor allem in den Skigebieten an der Westküste sind helfende Hände in den Wintermonaten stets willkommen, aber auch in den Sommermonaten kann man gut einen Job finden, zum Beispiel in einem der vielen Nationalparks. Aber man kann sich natürlich auch in anderen Branchen Arbeit suchen, wobei Vorkenntnisse von Vorteil sind.

Was sollte man beachten?

Die Lebenshaltungskosten schwanken, wie in den meisten anderen Staaten auch, besonders stark zwischen den großen Metropolen und ländlichen Gegenden. Für Aushilfsjobber sind Miete und Lebensmittel in einer Großstadt wie Vancouver oder Toronto kaum zu bezahlen. Deshalb muss man genau abwägen, wo es einen hin verschlagen soll.

Bereits vor der Abreise sollte man sich bei seiner Versicherung nach einem geeigneten Versicherungsschutz erkundigen, den die meisten großen Unternehmen anbieten. Dabei muss besonders auf die Dauer des Schutzes sowie auf die Zeitspanne, in der man arbeitsberechtigt ist, geachtet werden.

Meistens ist es nicht besonders sinnvoll, sich eine Wohnung zu mieten, da der eigentliche Zweck des Aufenthalts das Reisen sein sollte. Deshalb kann man sich günstig und kurzfristig am besten in Jugendherbergen, WGs oder Ähnlichem einmieten, bis es weiter geht. Ein angenehmer Nebeneffekt ist, dass man oft Gleichgesinnte trifft, mit denen man sich austauschen kann.

Öffentliche Verkehrsmittel sind gut geeignet, um mobil zu bleiben, aber die Benzinpreise sind in Kanada so günstig, dass ein eigenes Auto eine Überlegung wert ist. Am unproblematischsten ist es, sich ein Wohnmobil zu mieten, so dass man gleichzeitig wohnen und mobil sein kann.

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