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Work and Travel in Südafrika

Südafrika ist ein relativ neues Ziel für Work and Traveller aus aller Welt. Das Land an der Südspitze des afrikanischen Kontinents durchlebte seit dem Ende der Apartheid gravierende Veränderungen. Inzwischen ist der Tourismus der am stärksten wachsende Wirtschaftszweig. Dass das Land weit mehr als Savanne und Safari zu bieten hat, bewies zuletzt die Fußball-WM im Jahr 2010.

Wenn auch du mehr von dem reizvollen Land und seiner Bevölkerung kennenlernen möchtest, sind Working Holidays die optimale Möglichkeit. D.h., dass du in selbstgewählten Perioden jobbst und reist und auf dieser Weise unvergleichliche Eindrücke in das südafrikanische Arbeits- und Innenleben gewinnst. Dabei wirst du schnell merken, dass das multikulturelle Südafrika nicht ohne Grund Regenbogennation genannt wird.

Voraussetzungen

Wenn du in Südafrika jobben möchtest, brauchst du ein Work Permit. Ein Blick in die Visums-Modalitäten verrät, dass es nicht ganz einfach ist, eine solche Arbeitsgenehmigung zu erhalten. Aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit wollen die Behörden sicherstellen, dass du keinem Einheimischen die Arbeitsstelle streitig machst. Daher musst du bei deinem Antrag bereits eine schriftliche Jobzusage in der Tasche haben.

Es gibt mehrere Arbeitsvisa: Zunächst das Quota Work Permit, d.h. bei dem die berufliche Eignung des Bewerbers vorab mithilfe eines Quotensystems geprüft wird. Für diejenigen, die außerhalb dieser Kategorien liegen, gibt es die General Work Permit. Wenn du weniger als 90 Tage in Südafrika beschäftigt sein wirst, hast du außerdem die Möglichkeit, eine Besuchergenehmigung zu beantragen. In jedem Fall brauchst du gute Englischkenntnisse.

Der unkomplizierteste und sicherste Weg ist es daher, seinen Work and Travel-Aufenthalt über eine Organisation laufen zu lassen: In diesem Fall garantiert die Agentur dir einen Job in einem Partnerunternehmen und hilft dir bei dem Visumsantrag. Die Altersgrenzen für solche Programme liegen in der Regel zwischen 18 und 30 Jahren. Viele Work and Travel-Agenturen bieten vorab Englisch-Sprachkurse zur Auffrischung an.

In jedem Fall solltest du eine passende Auslandskrankenversicherung abschließen. Viele Work and Travel-Vermittler bieten hier Beratung an.

Jobben in Südafrika

Aufgrund der Arbeitslosenquote, ist es schwer, in Südafrika schnell einen passenden Job zu finden. Außer du bist auf besondere Weise qualifiziert, z.B. im Bereich Medizin und Gesundheitswesen oder Ingenieurswesen.

Klassische Work and Traveller-Jobs bieten Hotels und Restaurants, die saisonal immer Aushilfskräfte wie Zimmermädchen, Küchenhilfen oder Kellner suchen. Dafür solltest du über eine gute Stressresistenz und körperliche Belastbarkeit verfügen. Kost und Logis werden dir dann üblicherweise gestellt, allerdings fällt das Gehalt insgesamt gering aus. Übrigens sind Jobs im Naturschutz und in Wildparks meistens unbezahlte Freiwilligenarbeit. Dasselbe gilt für Soziale Arbeit und Entwicklungsarbeit.

Falls du auf eigene Faust nach einem passenden Job suchen willst, solltest du einen regelmäßigen Blick in Jobportale und überregionale Zeitungen werfen. Gute Anlaufstellen sind auch die zahlreichen Niederlassungen deutscher Unternehmen in Südafrika. Sie greifen gerne auf qualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland zurück.

Leben in Südafrika

Die Lebenserhaltungskosten sind in Südafrika in den letzten Jahren zwar stark gestiegen, im Vergleich zu Deutschland sind sie dennoch niedrig. Das gilt selbst für Metropolen wie Kapstadt. Allerdings ist auch das südafrikanische Lohnniveau weit niedriger.

Auf dem Wohnungsmarkt gibt es möblierte Zimmer und Apartments selbst in Innenstadtlage zu gemäßigten Preisen. Wenn du an einem Work and Travel-Programm teilnimmst, wird dir normalerweise eine Unterkunft gestellt und entsprechend mit dem Gehalt verrechnet. Die Suche nach einer ersten Bleibe entfällt also. Das ist auch bei vielen Jobs im Hotelwesen der Fall.

Leider herrscht in Südafrika eine hohe Kriminalitätsrate. Hijacking und Überfälle sind in manchen Gegenden trauriger Alltag. Daher gilt es, einige Regeln zu beachten: Niemals solltest du nachts alleine durch die Straßen gehen und bestimmte Strecken solltest du grundsätzlich meiden. Es ist grundsätzlich ratsam, nicht allein durch das Land zu reisen.

Selbst in Kapstadt ist das Nahverkehrsnetz schlecht ausgebaut und ein eigener PKW ist sinnvoll. Der deutsche Führerschein wird zwar anerkannt, bei Versicherungsfragen ist es jedoch besser einen internationalen Führerschein vorweisen zu können.

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