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Sprachliche Vorbereitung auf den Auslandsaufenthalt

Ein Auslandsstudium ist eine besondere Erfahrung, aber auch eine Herausforderung. Insbesondere in sprachlicher Hinsicht. Für den Besuch der Uni sind gute Fremdsprachenkenntnisse essenziell wichtig und zumeist obligatorisch. Es ist daher sehr empfehlenswert, bereits vor der Abreise an einem Sprachtraining teilzunehmen, um grundlegende Fremdsprachkenntnisse zu erwerben oder um bereits bestehende Kenntnisse aufzufrischen. So ist man von Anfang an gut vorbereitet und kann sich ganz auf die Studieninhalte und das andere Campusleben konzentrieren. Es gibt verschiedene Methoden, sich die geforderten Sprachkenntnisse anzueignen. Einige stellen wir im Folgenden vor:

Lehrbücher

Ganz traditionell und aus der Schulzeit einem Jeden vertraut ist das Erlernen einer Sprache mit Hilfe eines Lehrbuches. Die Inhalte des Lehrbuches bestehen aus Einführungs- und Übungstexten, einem Grammatikteil und einem Vokabular. Aufgelockert und veranschaulicht werden die Texte durch Bildmaterial und Grafiken. Die Auswahl an Sprachlehrbüchern ist sehr groß. Die Bücher richten sich entweder an Kinder oder Erwachsene und decken unterschiedliche Niveaus ab. Die Bücher sind gut überschaubarere Kostenfaktoren und können theoretisch überall hin mitgenommen werden. Allerdings ist das Lernen gleichartig aufgebaut und kann daher schnell einseitig werden. Zudem erfordert das Lernen ein großes Maß an Selbstdisziplin. Nicht selten verstauben die Lehrbücher daher relativ rasch im Regal. Viele Bücher haben Begleit-CDs, in der die Texte und Übungen vorgelesen werden. Ohne eine solche CD fehlt der auditive Moment und die Aussprache vieler Wörter bleibt unklar. Ein weiterer Nachteil ist die mangelnde Aktualität der Lehrbücher. Neue Trends und Modewörter können in den Druckwerken nur ungenügend Berücksichtigung finden.

Präsenz-Sprachkurse

Eine andere traditionelle Art des Spracherwerbs sind Präsenz-Sprachkurse, die z.B. an der Uni, an der Volkshochschule oder an einem Sprachinstitut stattfinden. Der oder die Dozent(in) vermittelt einer Gruppe von Teilnehmern eines bestimmten Levels Grammatik, Vokabular und Ausspracheregeln. Die Kurse unterschieden sich im Level und in der Intensität. Im Idealfall nehmen maximal zehn Personen teil. So kann gewährleistet werden, dass der Einzelne häufiger zum Sprechen kommt. Sehr intensiv ist Einzelunterricht, jedoch ist er auch entsprechend kostspielig. Im Gruppenunterricht ist es wiederrum ein Vorteil, dass sich das Team gegenseitig motivieren kann. In der Regel wird sich der Dozent allerdings am Level des schlechtesten Schülers orientieren müssen. Geprägt wird der Unterricht außerdem davon, ob sich die Teilnehmer und der Dozent sympathisch sind.

Einer der Nachteile ist es, dass die Sprachkurse unflexibel sind und fest an Ort und Zeit gebunden sind. Wer eine Stunde verpasst, hat bereits eine Menge aufzuholen. Zuhause muss eigenverantwortlich wiederholt werden. Wer das nicht macht, kann ebenfalls den Anschluss verlieren. Zudem fallen viele Sprachkurse sehr grammatikbetont aus und es bleibt eher wenig Zeit für Konversationstraining. Ein weiterer Nachteil sind die Kursgebühren, zu denen die Kosten für das Material (wie Lehrbücher) und eventuell Fahrtkosten kommen.

Sprachsoftware

Die interaktivste und vermutlich flexibelste Methode, um eine Fremdsprache zu lernen, bietet Sprachsoftware. In den letzten Jahren stieg die Zahl der Programme sehr und die Lernwilligen haben ein breites Sortiment zur Auswahl. Das Lernprogramm wird CD-ROM, online und/ oder App abgerufen. Das Lernen basiert auf dem Training von Vokabeln, Grammatik, Aussprache und Konversation. Die Sprachsoftware arbeitet mit Lese-, Hör- und Sprechübungen sowie Text-, Bild- und Videomaterial. Kurze Lektionen und Wiederholungs-Übungen helfen dabei, schnell zu lernen. Spracherkennung ist inzwischen bei fast allen Programmen üblich.

In der Anfangslektion kommt es meistens zu einem Einstufungstests und ein Tutor führt durch das Programm. Zu dem Gesamtpaket gehören in der Regel auch ein Handbuch sowie Audio-CDs. Es handelt sich häufig um alltagsnahe Anwendungsübungen. Spiele, Quizzes und Multiple Choice u.ä. gestalten das Lernen abwechslungsreich. Manche Programme haben z.B. auch Synchronisationsspiele für bekannte Filmszenen. Zu der Webpräsenz gehören häufig virtuelle Klassenräume und Chats, die einen interaktiven Austausch möglich machen.

Die Vorteile von Sprachsoftware gegenüber anderen Lernmethoden liegen auf der Hand: Zum einen ist das Lernen sehr abwechslungsreich und damit weniger ermüdend. Mit Sprach-Software lässt sich angenehm von Zuhause aus lernen, aber auch von unterwegs: Mobile Endgeräte und Apps machen ein Training an jedem Ort und zu jeder Zeit möglich. Die Audiodateien können unterwegs über Smartphone, MP3-Player oder iPod abgehört werden. Regelmäßige Updates sorgen für die Aktualität des Vokabulars – Im Gegensatz zu Büchern bleibt man somit auf dem neuesten Stand. Weiteres Lehrmaterial kann zudem online abgerufen werden..

Die Lernphasen müssen jedoch selbstständig eingeteilt werden. Das erfordert ein gewisses Maß an Selbstdisziplin. Viele Programme helfen allerdings dabei, einen individuellen und realistischen Lehrplan zu erstellen. Zum Kennenlernen eignen sich kostenlose Testversionen. Oftmals gibt es auch preiswerte, reine Online-Versionen. Für jeden Anspruch ist das passende Programm auf dem Markt.

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