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Promotion im Kanada

Eine Promotion in Kanada: Warum? Ganz einfach, weil sie dem frischgebackenen Doktor in beruflicher Hinsicht häufig mehr bringt: Mehr Anerkennung, mehr Verantwortung und – seien wir ehrlich- auch ein Mehr an Einkommen gegenüber den Kommilitonen, die ihr Studium „nur“ als Master abschließen.

Vor allem, wer sich ein potenziell weltweites Betätigungsfeld erschließen will, kommt um eine Promotion im Ausland nicht herum. Allein im Jahr 2009 gaben 29 Prozent der deutschen Auslandsstudierenden in Kanada an, dort promovieren zu wollen. Schließlich sind die Bedingungen dafür überaus gut: Im Vergleich der besten 200 Hochschulen der Welt haben immerhin 12 ihren Campus im „großen weißen Norden“ des amerikanischen Kontinents. Beeinflusst durch die zahlreichen Einwanderer (allen voran: Briten und Franzosen) hat sich bis heute in Kanada eine offene, multikulturell geprägte Gesellschaft entwickelt, die sich zum Einen an den kanadischen Standorten selbst bemerkbar macht, aber auch darüber hinaus. So unterhalten der kanadische Staat und Deutschland seit rund 30 Jahren zahlreiche Bildungspartnerschaften, an der sich 230 Stiftungen und Verbände beteiligen. Ein interkultureller Austausch, der unter anderem durch Stipendien für Studien von beiden Seiten ausdrücklich unterstützt wird.

Das Promotions-Studium in Kanada besteht in der Regel aus einem vier bis sieben Jahre dauernden Vollzeit-Studium. Die Verleihung des Doktorgrades (häufig: „PhD“) verlangt von den Doktoranden zuvor eine gewissenhafte Forschungsarbeit sowie einen abschließenden Vortrag über das Thema der Arbeit (Rigorosum).

Um in Kanada zu einem ersten Promotionsstudiengang zugelassen zu werden, benötigen Sie neben einem als ausgezeichnet bewerteten Master-Examen mindestens zwei Empfehlungsschreiben Ihrer Heimat-Universität sowie den Nachweis hinreichender Fremdsprachenkenntnisse. Da in Kanada sowohl Englisch als auch Französisch als Amtssprache gelten, benötigen Sie je nach Hochschule und Region ein entsprechendes Zertifikat: TOEFL / IELTS (Englisch) beziehungsweise DELF/DALF (Französisch). Gegebenenfalls sollte zuvor der fachliche Zulassungstest GRE (Graduate Record Examination) bestanden worden sein.

Neben den regulären „Doctoral Degrees“ gibt es dort die sogenannten „Postdoctoral Degrees“. Bei den „PostDoc“ abgekürzten Programmen handelt es sich um Studienangebote, mit denen bereits promovierte Akademiker gezielt auf eine Hochschullaufbahn vorbereiten werden. Inhaltlich konzentrieren Sie sich mehr auf den Forschungsaspekt ihres Fachs.

Dabei ebnen viele Doktorväter bzw. –mütter den Bewerbern den Zugang zu persönlichen Netzwerken, und damit zu potenziellen Geldgebern, um das Studium zu finanzieren, zum Beispiel durch spezielle Darlehen und Forschungs-Stipendien für Doktoranden, bezahlte Tätigkeiten in der Lehr-Assistenz und dergleichen.

Je nach Studiengang und Universität, muss der Anwärter in Kanada neben der eigentlichen Dissertation zusätzliche Leistungsanforderungen erfüllen, um den Doktor-Titel zu bekommen. Dazu zählt ein umfangreiches Literaturverzeichnis und der Nachweise verwendeter Quellen. Häufig gilt der Titel erst als offiziell, wenn die Dissertation veröffentlicht wurde (gegebenenfalls in einer zweiten Sprache).

Wenn Sie mehr zum Thema „Promotion in Kanada“ erfahren möchten – auf den folgenden Seiten haben wir alles Wissenswerte zusammengestellt.

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