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Freiwilligenarbeit in Ghana

Ghana ist ein sehr vielfältiges und schönes Land, das bisher wenige Touristen für sich entdeckt haben. Es blickt auf eine friedliche jüngere Geschichte zurück. Wirtschaftlich ist Ghana auch aufgrund der stabilen politischen Situation in einer besseren Lage als die Nachbarländer. Freiwilligenarbeiter können dieses Land bei seinen eigenen Anstrengungen in der Armutsbekämpfung unterstützen.

Ghana – ein kleines mit großer Vielfalt

Das heutige Ghana liegt im Wesentlichen im Gebiet des Aschanti-Königreichs, das schon vor der Ankunft der Engländer ein hoch entwickelter Staat war. Diese historische Kontinuität hat zur heutigen ethnischen Harmonie beigetragen. Ghana war nicht nur eine englische, sondern eine Zeit lang auch eine deutsche Kolonie. Die Verbindung Ghanas zu Deutschland ist nach wie vor eng. Viele Auslandsghanesen leben in Deutschland, viele deutsche Organisationen sind in Ghana tätig. Schon immer war Ghana Exporteur von Kakao und Gold. Die in jüngerer Zeit begonnene Ausbeutung von Erdölfunden hat sich zu einem weiteren Wirtschaftsfaktor entwickelt. Der Tourismus befindet sich erst im Aufbau. Die Regenzeit in dem tropischen Land beginnt im April, von November bis März weht ein trockener Wind von der Sahara her.

Das verhältnismäßig kleine Ghana überrascht mit seiner landschaftlichen Vielfalt. Die Küsten rund um Cape Coast bieten Traumstrände mit Palmen und weißem Sand. Cape Coast als ehemaliges Zentrum des Sklavenhandels englischer Kolonialherren ist darüber hinaus historisch interessant. In der berühmten Küstenfestung sind immer noch die Ketten zu besichtigen, in denen die Menschen damals auf ihre Verschiffung warteten. Die hügelige tropische Waldregion des Volta beherbergt beeindruckende Wasserfällen, zu denen man hochsteigen kann. In Kumasi, der ehemaligen Hauptstadt des Aschanti-Königreichs, wird traditionelles afrikanisches Handwerk als Touristenattraktion angeboten. Unter anderem werden dort die unvergleichlichen westafrikanischen Baumwollstoffe hergestellt. Importe billiger Stoffe aus Indien haben allerdings das alte Handwerk nahezu verdrängt. Im trockenen Norden liegen zahlreiche Nationalparks, in denen man die afrikanische Tierwelt besichtigen kann.

Ghana – ein Entwicklungsland mit vielen Gesichtern

Ghana verfügt im städtischen Umfeld über eine gebildete Mittelschicht, die häufig von Verwandten unterstützt wird, die im Ausland leben. Die ländliche kleinbäuerliche Bevölkerung hingegen kann ihre Situation ohne Unterstützung nicht verbessern. Die landwirtschaftlichen Erträge der Kleinbauern sind stark wetterabhängig. Es fehlt an Geld für Schulbildung. Die Menschen auf dem Land leiden noch dazu unter schlechter Gesundheitsvorsorge. Hier ist neben dem medizinischen Bereich auch die freiwillige Hilfe beim Unterricht mittelloser Kindern und auf Krankenstationen von Nutzen. Freiwillige sind in Waisenhäusern sowohl im ländlichen als auch im städtischen Umfeld hochwillkommen.

Sowohl auf dem Land als auch in städtischen Zentren gibt es in Ghana zahlreiche Projekte, in denen du dich engagieren kannst. Englischunterricht für Kinder, deren Eltern kein Schulgeld aufbringen können, Hilfe im Krankenhaus im Busch – die Palette der Projekte in Ghana ist vielfältig. In der Hauptstadt Accra haben Freiwillige sogar Computerschulen aufgebaut. Ghana ist ein sicheres Land mit freundlichen Menschen, die ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl haben. Sie freuen sich über Fremde, die sich für ihre Kultur interessieren. In ghanesischen Gastfamilien wird du herzlich aufgenommen und wie ein Familienmitglied behandelt. Gerade weil der Tourismus in Ghana noch nicht so stark ausgebaut ist, kannst du im ländlichen Ghana das ursprüngliche Afrika erleben. In den städtischen Zentren findest du leicht einheimische gleichaltrige Freunde. Das bunte, vielfältige Land und seine Menschen kennenzulernen, ist eine unvergessliche Erfahrung.

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